Definition

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  • Warum Basismedizin?

Seit ich als Allgemeinarzt in meiner Praxis im Jahre 2009 entdecken musste, dass die Menschen massenhaft an einem Vitamin-D-Mangel litten, brach mein Weltbild „der gut versorgten Bevölkerung“ in sich zusammen.
„Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht“ – das sagt man, wenn naives Vertrauen sich in eine kritische Betrachtung gewandelt hat. Ich glaube inzwischen nicht mehr daran, dass jeder Mensch in unserem Land automatisch mit den notwendigen Vitaminen und Nährstoffen versorgt ist. Es ist mein wissenschaftliches Vorgehen, Vitamin-Werte im Blut zu bestimmen und den erwiesenen Mangel anschließend zu behandeln.
Hier ist es im Laufe der Jahrzehnte zu großen Lücken in der Versorgung gekommen, weil die meisten Produkte auf dem heftig beworbenen Arzneimittelmarkt synthetische und patentierte Stoffe sind, die möglichst hohe Gewinne erzeugen sollen.
Als Allgemeinarzt im Dienste der Kranken sehe ich mich in der Pflicht, die Lücken in der Versorgung mit lebensnotwendigen Stoffen zu schließen: BasisMedizin

  • Definition „BasisMedizin“

Den hier geprägten Begriff der „BasisMedizin“ definiere ich wie folgt:
Was dem Erhalt oder der Wiederherstellung der menschlichen Gesundheit dient, ist als BasisMedizin zu klassifizieren, wenn dabei Mittel und Methoden verwendet werden, die im Spektrum der Natur bereits als naturgegebener Bedarf vorhanden sind. 

Die BasisMedizin ist somit die therapeutische Arbeitshypothese, dass der Körper oder die Seele die Gesundheit aus eigener Kraft wieder erlangen können. Die Krankheit wird als Folge  von schlechten Rahmenbedingungen des Körpers oder der Seele interpretiert. Werden dem Herzen oder der Lunge, dem Gehirn oder der Seele wieder die natürlichen biologischen Rahmenbedingungen garantiert, so ist – beim Zutreffen diese Hypothese – mit einer Erholung oder Heilung zu rechnen. BasisMedizin ist somit eine Hilfe zur Selbsthilfe und daher zwangsläufig am Verständnis des Menschen in seinen unzähligen biologischen Regelkreisen orientiert.

  • Was ist keine BasisMedizin? – die Synthetische Medizin !

Die Basis Medizin endet dort, wo natürliche Stoffe von Menschen verändert werden und durch technische und biochemische Neuerungen ersetzt werden sollen. Die Basis Medizin wendet sich nicht generell gegen die biochemische Synthese neuer Stoffe und deren Einsatz in der „Synthetischen Medizin„. Unter der synthetischen Medizin ist all das zu verstehen, was patentierbar ist. Im Begriff des Patents enthält die technisch definierbare Änderung, die den Rahmen des natürlichen verlässt. Aus dem Patentrecht leitet sich die Kommerzialisierung und die Gewinnmaximierung ab. Dieser ökonomische Hebel hat einen Effekt auf das gesamte medizinische System, weil die Einkünfte aus dem Patent das vorhandene System bevorzugt zur Nutzung der synthetischen Medizin ermuntern.
Es geht der BasisMedizin darum, vor dem Einsatz künstlicher, synthetischer und patentierter Stoffe zur Heilung von Krankheiten erst einmal die vergessene Frage zu stellen, ob auf der Basis natürlicher Mittel die Gesundheit wieder erlangt werden kann.
Kurz gefasst: BasisMedizin bedeutet „Vorfahrt für Natur.“

  • Nachteile und Vorteile der BasisMedizin:

Es ist der Nachteil des basismedizinischen Zugangs zur Therapie, dass ein erhöhter diagnostische Aufwand erforderlich werden kann, und einige Zeit verstreicht, bevor zu synthetischen Maßnahmen gegriffen wird. Der therapeutische Ansatz der BasisMedizin kann unter Umständen der etwas langsamere längere Weg sein: Ein Naturpfad.

Der Vorteil der BasisMedizin liegt darin, dass Nebenwirkungen der synthetischen Medizin vermieden werden. Da die BasisMedizin per Definition keine patentierten Stoffe nutzt, ist der finanzielle Aufwand geringer. Zudem sind die Stoffe der BasisMedizin natürlicherweise vorhanden und benötigen daher weniger Aufwand bei der Herstellung.
Während die synthetische Medizin regelmäßig mit Nebenwirkungen konfrontiert ist, ist die BasisMedizin eine langfristig nebenwirkungsfreie Methode. Die BasisMedizin sucht die ursächliche und anschliessend nachhaltig wirksame Therapie.

  • Wer ist intelligenter? Therapeut oder Zelle?

Der Schritt von der  Synthetischen Medizin zur BasisMedizin bedeutet einen Machtverlust des Therapeuten. Während die Synthetische Medizin den „dummen Organismus“ annimmt, glaubt die BasisMedizin daran, dass die eingebaute Intelligenz des Organismus gut genug ist, die Gesundheit zu erhalten. Der Therapeut der Synthetischen Medizin muss sich nicht um die schlechten Arbeitsbedingungen von Herz und Hirn kümmern, das macht es ihm einfach.  Weil nicht danach gesucht wird, bleibt allen Beteiligten die eigentliche Ursache einer Krankheit oft verborgen. So wird der Therapeut der Synthetischen Medizin dem „dummen Organismus“ mit neu geschaffenen synthetischen Stoffen kurzerhand „Beine machen“, ihn antreiben und zwingen. Der Therapeut sieht sich hier in der Rolle des Überlegenen gegenüber der unzureichenden Intelligenz der Zellen, er schaut auf dieses schlecht funktionierende System herab.

Der Therapeut der BasisMedizin hingegen beweist den Nutzen seines Konzeptes erst in der Diagnose von Mangelzuständen oder Vergiftungen. Er sieht sich als unabhängiger Detektiv in einem intelligenten System von zellulären Regelkreisen, das er immer wieder neu begreifen muss. Dieser Therapeut der BasisMedizin schaut zu diesem intelligenten biologischen System hinauf. Die schlechte Funktion wird als zwangsläufige Folge der schlechten Arbeitsbedingungen eines Organs erkannt. Eine korrekte Wahrnehmung ermöglicht dann die Normalisierung eines gefundenen Mangelzustandes. Im günstigen Fall lassen sich dann auch noch die Folgen des Mangels umkehren.

Wozu dient dieses Begriffspaar: BasisMedizin – Synthetische Medizin ? 

So wie ein guter Trainer einem Sportler die optimalen Arbeitsbedingungen schafft, damit er sein Können abrufen kann, so sieht sich den BasisMedizin in der Pflicht, diese guten Bedingungen für ein Organ zu schaffen. Dieser Ansatz hat den natürlichen Vorrang gegenüber dem Ansinnen des Trainers, die Leistung durch neu erzeugter Stoffe oder eine Entfernung des Sportlers aus der Mannschaft zu erzwingen. Das Begriffspaar ist also geeignet, den vereinfachten geistigen Ansatz der Synthetischen Medizin für eine gewisse Zeit aufzuhalten und stattdessen den komplexeren Gedankengang der BasisMedizin zu ermöglichen.